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Stadtchronik Darmstadt

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Eine zweifelsfreie Klärung, wie die Stadt zu ihrem Namen kam, gibt es nicht, wohl aber die verschiedenen Etymologien, nach denen "DAR-MUNDE-STAT", die " Siedlung am befestigten Durchgang ", oder ein Wildhüter namens Darimund, als Gründer der Ansiedlung vermutet werden.

Die kleine Großstadt an den nordwestlichen Ausläufern des Odenwaldes, deren Einwohner das milde Klima der oberrheinischen Tiefebene genießen, hat sich in den Jahrhunderten am Rande der Handelswege zu einem überschaubaren, wohlprosperierenden Gemeinwesen entwickelt.
Nach dem Kriege siedelten sich mittelständisches Gewerbe und rauchlose Industrie an. Heute finden sich Dienstleistungsbetriebe ein, wie Institutionen, die den wissentschaftlichen Austausch mit der wohlbekannten Technischen Hochschule (seit 1997: Technische Universität) suchen.

Restaurierte Fassaden-Darmstadt wurde im Kriege zu fast 80% zerstört - lassen die Architekturkunst der Gründerzeit erleben, pflegen doch die Darmstädter Hausbesitzer ihre alten Häuser mit sichtlichem Stolz. Das Stadt und Staat dem Besitzerstolz nicht nachstehen, beweist die historische Baugruppe Schloß, Landesmuseum und das alte Landestheater, die - wenn heute auch in anderer Aufgabe als Hessisches Staatsarchiv - eine Blütezeit fürstlicher Herrschaft widerspiegeln.

Aus der Zeit um die Jahrhundertwende stammt die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe, in deren Ausstellungsrämen internationale Kunstausstellungen präsentiert werden. Wie kaum andernorts findet sich in Darmstadt der Jugendstil in seinem reichen Gestaltungsspiel überliefert. Alte Stadtgestalt und neue Notwendigkeit verbinden sich heute am Luisenplatz; in seiner Geometrie am besten gepriesen; ein Meisterwerk von Cancrin und Schuhknecht. Im Herbst 1977 konnte durch die unterirdische Verlegung der Hauptverkehrsstraße das Stadtzentrum zur Fußgängerzone mit neuen Geschäften und einer Kongresshalle (Luisencenter) ausgebaut werden.

Autofreundlich und fußgängergerecht zugleich umgrenzt die Innenstadt ein leistungsfähiger Straßenring, innerhalb dessen sich für Fußgänger die Einkaufsstadt erschließt.

Darmstadt lebt nicht nur für sich, sondern verpflichtet für das Umland. Die Darmstädter, jedes Wochenende läßt sich das beobachten, genießen ihren Stadtwald-Darmstadt ist die Groß:stadt im Walde-, den nahen Odenwald und die Bergstraße. Die Urkraft der Landschaft, mit gutem Grund als Naturpark Bergstraße-Odenwald-Neckartal klassifiziert, gibt dem Städter Erholung und Abwechslung.


 Stadtchronik

















1800 v Chr.

um 1800 v. Chr. Das Volk der Glockenbecherleute bestattet seine Toten am Darmstädter Wasserwerk - der " älteste Darmstädter " im Landesmuseum

um600 n. Chr.

um 600 n. Chr. Erste feste Siedlungen an der Windmühle, Franken am Forstmeisterplatz

900 n. Chr.

um 900 In Bessungen entsteht die Tauf- und Mutterkirche der Umgebung

1013 n. Chr.

1013 Kaiser Heinrich II. verleiht dem Bischof von Würzburg die Grafschaft Bessungen, Würzburg belehnt später die mittelrheinischen Grafen von Katzenelnbogen mit Bessungen

Ende 1100 Jh.

Ende 11. Jahrhundert " Darmundestat " wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt

23.Juli 1330

23. Juli 1330 Die Grafen von Katzenelnbogen erlangen von Kaiser Ludwig dem Bayern Stadtrechte für Darmstadt

1479

1479 Darmstadt fällt durch Erbschaft an Landgraf Heinrich III. von Hessen in Marburg

1526

1526 Darmstadt wird lutherisch

1567

1567 Landgraf Georg I. nimmt in Darmstadt Residenz, der Aufstieg der Stadt beginnt mit reger Bautätigkeit

1618

1618 Beginn des Dreißigjährigen Krieges, Landvolk flieht in die Stadt

1670

1670 Mit der Berufung des Komponisten Wolfgang Karl Briegel nach Darmstadt, nimmt das musikalische Leben seinen Aufschwung

1771

1771 Die " Große Landgräfin " Caroline veranlaßt die Erstausgabe der Oden und Elegien Klopstocks

1803

1803 Justus von Liebig, Chemiker und Schöpfer der Agrikultur- Chemie wird in Darmstadt geboren

1806

1806 Landgraf Ludwig X. wird von Napoleon zum Großherzog erhoben, seine Truppen kämpfen für Frankreich

1820

1820 Hessen erhält am17. Dezember eine landständische Verfassung- die konstitutionelle Monarchie

1835

1835 Georg Büchner flieht vor den Verfolgungen des Polizeistaates unter Ludwig II.

1874

1874 Städteordnung, Stadtverordnete wählen Berufsbürgermeister

1877

1877 Die Polytechnische Schule wird zur Technischen Hochschule erhoben

1899

1899 Gründung der Künstlerkolonie, die Russische Kapelle ( Prof. Benois, St. Petersburg ) auf der Mathildenhöhe wird eingeweiht

1914 bis 1918

1914 bis 1918 Erster Weltkrieg, Revolution: Umwandlung des Großherzogtums in den Volksstaat Hessen

6.April
bis
17.Mai 1920

6. April bis 17. Mai 1920 Darmstadt wird von den Franzosen besetzt

1937

1937 Arheilgen und Eberstadt werden eingemeindet, Darmstadt ist Großstadt

12. Sept. 1944

Nacht zum 12. September 1944 Die Innenstadt wird durch einen Großangriff englischer Bomber zerstört, 12.300 Tote, 70.000 Obdachlose

25. März 1945

25. März 1945 Amerikanische Truppen besetzen die Stadt

1950

1950 Erstes " Darmstädter Gespräch "

1975

1975 Darmstadt erhält den Titel " Europastadt "

1980

1980 650 Jahre Stadtrechte Darmstadt 1330- 1980

 

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